Vom Sauger zum Turbo zum Cabrio
Der
Umbau selbst ist nicht sonderlich kompliziert, birgt aber
die eine oder andere Überraschung. Ein großer Vorteil
der alten G-Modelle ist die Verwendung von Motor- und
Getriebekomponenten
sowie Teilen der Innenausstattung aus der 123er-Serie.
Der Motorenumbau ist, wenn man sich den Aufwand betrachtet, noch der einfachste Umbau. Zumindest wenn man vom 240er Diesel auf einen größeren Dieselmotor umrüstet. Bei Verwendung eines 300ers wird es noch einfacher.
Mein Umbau war ein Tausch des 240er Saugers (OM616) gegen einen 300er Turbodiesel (OM617A) aus einem 123er. Dieser Motor ist leider nur schwer zu kriegen, da viele Motoren im wahrsten Sinne des Wortes "verheizt" wurden. Das hängt damit zusammen, dass die Motoren aufgrund ihrer Leistung (125PS) einiges an Hitze entwickelten und eine ungenügende Wartung der Motorkühlung sich schnell rächte.
Rein
äußerlich sieht der OM617A dem OM617 (Sauger) zum
Verwechseln ähnlich. Was die Innereien angeht ist es jedoch ein
völlig anderer Motor. Die Überarbeitung war aufgrund der
höheren Belastung (thermisch & mechanisch) nötig. Es sind
daher kaum Teile der beiden Motoren austauschbar. Es gibt vereinzelt
Berichte über eine standfeste Leistungssteigerung des Motors auf
bis zu 160PS. Auch mehr wurde schon erreicht, jedoch geht das meistens
auf Kosten des Alltagstauglichkeit. Weitere Informationen über den
OM617A sind im Internet verfügbar.
Ein
wesentlicher Unterschied der beiden Motoren ist die Ölwanne. Die
hat beim G eine Aussparung für das Differential-Gehäuse.
Diese würde sonst - bei vollständigem Einfedern - die
Ölwanne beschädigen. Da der OM617A nie offiziell im G verbaut
wurde existiert auch keine 617A-Ölwanne für den G. Diese
müsste bei Bedarf abgeändert werden. Es gibt auch die
Möglichkeit, den Federweg zubegrenzen, indem man die
Anschlaggummis in den vorderen Federn erweitert. Die Ölwanne vom
OM617 passt nicht, da sich die beiden Motoren
auch hier leicht unterscheiden.
Nach
dem Enfernen des alten Motors (samt Getriebe) stehen einige, kleinere
Vorbereitungen für den neuen Motor an.
Besonders zu Beachten ist dabei die Übermittlung des
Öldruckes. Diese findet beim 240er Sauger mittels eines
elektrischen Gebers ihrem Weg ins Cockpit. Beim 123er mit OM617A jedoch
führt ein Ölschlauch zum Manometer im Wageninneren. Der
Ölschlauch sollte gegen den eletrischen Geber vom 230GE
ausgetauscht werden. Damit dieser passt und dicht ist müssen 2
Kuferdichtungen und eine Unterlegscheibe verwendet werden. Ausserdem
sollte der Sechskant des Gebers an der unteren Seite mit der Flex
angeschrägt werden, da sich der Geber sonst u. U. nicht ganz
einschrauben lässt.
Ein weiterer Punkt ist die Verbindung Heizung-Motor. Beim 240er ist ein
Schlauchstutzen an der Rückseite des Motors zwischen Motor und
Spritzwand. Beim 300er Turbo ist dieser Anschluss durch Platzmangel
jedoch auf die Fahrerseite gerutscht.
Hier nun
aber endlich ein paar Bilder. Die Beschriftungen der Bilder sind noch
nicht fertig. Ich arbeite dran.
240GD
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